The guest list isn't just a list of names

Warum die Gästeliste plötzlich zu einem der emotionalsten Teile eurer Hochzeitsplanung werden kann

Braut mit ihren Brautjungfern bei einer Hochzeit

Eigentlich klingt es ziemlich einfach.

Ihr öffnet eine Excel Tabelle, schreibt alle Menschen auf, die ihr bei eurer Hochzeit dabeihaben möchtet und fertig ist die Gästeliste.

Right?

Leider nicht immer.

Denn irgendwann kommen die ersten Fragen.

Müssen wir wirklich alle Partner mit einladen?

Was machen wir mit Menschen, zu denen wir eigentlich kaum noch Kontakt haben?

Kinder ja oder nein?

Müssen Arbeitskollegen eingeladen werden?

Und was ist mit der Tante, die wir seit fünf Jahren nicht gesehen haben, die unsere Eltern aber unbedingt dabeihaben möchten?

Plötzlich ist die Gästeliste keine Liste mehr.

Sie ist eine Mischung aus Beziehungen, Erwartungen, Familiengeschichte, Budget und ziemlich vielen Gefühlen.

„Aber die haben euch doch damals auch eingeladen“

Probably one of my favorites.

Nur weil ihr vor sechs Jahren auf einer Hochzeit wart, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Menschen einen lebenslangen Anspruch auf einen Platz bei eurer Hochzeit haben.

Beziehungen verändern sich.

Freundschaften verändern sich.

Menschen, die vor fünf Jahren ein großer Teil eures Lebens waren, sind es heute vielleicht nicht mehr.

Und andersherum gibt es vielleicht Menschen, die ihr erst seit zwei Jahren kennt und bei denen ihr euch überhaupt nicht vorstellen könntet, ohne sie zu heiraten.

Eine Gästeliste muss meiner Meinung nach nicht eure komplette soziale Vergangenheit dokumentieren.

Sie darf zeigen, wer heute zu eurem Leben gehört.

Und dann kommen die Eltern

Das ist wahrscheinlich einer der häufigsten Konflikte.

„Wir würden aber gerne noch XY einladen.“

„Die gehören doch zur Familie.“

„Das können wir denen nicht antun.“

„Was sollen die denn denken?“

Natürlich verstehe ich auch diese Seite.

Für Eltern ist die Hochzeit ihres Kindes ebenfalls etwas Besonderes. Vielleicht haben sie selbst bestimmte Vorstellungen davon, wer zu einer Familienhochzeit dazugehört.

Und wenn Eltern einen Teil der Hochzeit bezahlen, wird die Situation manchmal noch komplizierter.

Trotzdem finde ich eine Frage ziemlich hilfreich:

Wenn diese Person nicht kommen könnte, wärt ihr wirklich traurig?

Wenn die Antwort Nein ist und der einzige Grund für die Einladung lautet „Das gehört sich so“, würde ich zumindest noch einmal darüber nachdenken.

Jede zusätzliche Person ist nicht einfach nur ein weiterer Stuhl

Gerade wenn ihr versucht, euer Hochzeitsbudget realistisch zu planen, ist die Gästezahl einer der größten Faktoren.

Eine zusätzliche Person bedeutet eben nicht nur einen Stuhl mehr am Tisch.

Essen.

Getränke.

Papeterie.

Vielleicht Shuttle.

Vielleicht Welcome Dinner.

Vielleicht Frühstück am nächsten Morgen.

Und irgendwann kann aus „Die zwei können wir doch noch mit einladen“ ziemlich viel Geld werden.

Das soll nicht bedeuten, dass ihr Menschen anhand ihres Preises bewertet.

Aber es bedeutet, dass ihr euch bewusst machen dürft:

Jede Einladung ist eine Entscheidung dafür, diesen Menschen an eurem Hochzeitstag dabeihaben zu wollen.

Und ich finde, genau so darf man sie auch behandeln.

Plus Ones können awkward sein

Auch so ein Thema, bei dem es wahrscheinlich keine Regel gibt, mit der am Ende jeder glücklich ist.

Muss wirklich jeder Single Gast eine Begleitung mitbringen dürfen?

Was ist mit neuen Beziehungen?

Was ist mit Partnern, die ihr noch nie getroffen habt?

Und was macht ihr, wenn ihr eigentlich eine intime Hochzeit möchtet und plötzlich zehn Menschen eingeladen werden sollen, deren Namen ihr nicht einmal kennt?

Es gibt darauf keine allgemeingültige Antwort.

Aber es hilft, wenn ihr euch als Paar vorher auf eine Linie einigt.

Denn nichts wird anstrengender, als jeden Einzelfall komplett neu zu verhandeln.

Kinder oder keine Kinder?

Probably the topic where everyone has an opinion.

Eine Hochzeit ohne Kinder zu planen ist genauso legitim wie eine Hochzeit, bei der zwanzig Kinder über die Tanzfläche rennen.

Es kommt darauf an, welche Hochzeit ihr euch wünscht.

Was schwierig werden kann, sind Ausnahmen.

Wenn ein Kind kommen darf und ein anderes nicht, entstehen schnell Fragen.

Manchmal gibt es dafür vollkommen nachvollziehbare Gründe. Ein Stillbaby ist beispielsweise eine andere Situation als ein achtjähriges Kind.

Wichtig finde ich nur, dass ihr eure Entscheidung bewusst trefft und möglichst klar kommuniziert.

Ihr müsst daraus keine Grundsatzdiskussion über Kinder auf Hochzeiten machen.

Es ist einfach eine Entscheidung für eure Veranstaltung.

Ihr müsst nicht jeden Menschen aus eurem Leben einladen

Ich glaube, das ist manchmal der schwierigste Gedanke.

Eine Hochzeit fühlt sich schnell so an, als müsste man sein komplettes Leben in einen Raum bekommen.

Familie.

Freunde.

Arbeitskollegen.

Alte Freunde.

Menschen, mit denen man früher eng war.

Menschen, mit denen man vielleicht irgendwann wieder enger sein könnte.

Aber irgendwo gibt es eine Grenze.

Vielleicht bei 40 Gästen.

Vielleicht bei 80.

Vielleicht bei 150.

Und diese Grenze wird automatisch bedeuten, dass manche Menschen nicht dabei sind.

Das kann unangenehm sein.

Es macht euch aber nicht zu schlechten Menschen.

Die wichtigste Frage ist eigentlich ziemlich simpel

Wenn ihr euch eure Hochzeit vorstellt:

Mit wem möchtet ihr diesen Tag wirklich verbringen?

Nicht:

Wen müssen wir einladen?

Wer könnte beleidigt sein?

Wer erwartet wahrscheinlich eine Einladung?

Oder wer hat uns irgendwann einmal eingeladen?

Sondern:

Wen möchten wir sehen, wenn wir nach der Trauung in die Runde schauen?

Mit wem möchten wir essen, trinken und feiern?

Wer gehört für uns zu diesem Moment?

Natürlich löst diese Frage nicht jeden Familienkonflikt.

Aber sie bringt euch ziemlich schnell zurück zu dem, worum es eigentlich geht.

Your guest list shapes your wedding

Die Gästeliste entscheidet nämlich über viel mehr als nur darüber, wie viele Stühle ihr braucht.

Sie verändert die Atmosphäre eurer Hochzeit.

40 Menschen fühlen sich anders an als 120.

Eine Hochzeit ausschließlich mit euren engsten Freunden und Familienmitgliedern fühlt sich anders an als eine große Feier mit eurem kompletten Umfeld.

Beides kann wunderschön sein.

Aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein.

Und vielleicht ist genau deshalb die Gästeliste nicht einfach irgendein organisatorischer Punkt auf eurer Hochzeitscheckliste.

Sie ist eine der Entscheidungen, die am stärksten bestimmt, wie sich eure Hochzeit später anfühlen wird.

Also ja.

Schreibt Namen auf.

Verschiebt sie zwischen verschiedenen Listen.

Diskutiert.

Schlaft vielleicht noch einmal darüber.

Aber versucht irgendwann, den Gedanken loszulassen, dass eure Gästeliste für jeden Menschen außerhalb eurer Beziehung fair aussehen muss.

Sie muss sich für euch richtig anfühlen.

Vivien Opoku Weddings | Wedding Planning, Location Scouting & Wedding Day Coordination

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Warum sich Hochzeitsplanung manchmal emotionaler anfühlt als gedacht, lest ihr in Nobody tells you this part about planning a wedding.

Geschrieben von

Vivien Opoku

Wedding Planner & Founder of Vivien Opoku Weddings